Partnerschaftsgewalt

Laut? Leise? Offen oder verborgen? In jedem Fall: Untragbar, vor allem für Kinder!

Die Kampagne "Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder" der Kinderschutz-Zentren möchte für dieses schwierige Thema sensibilisieren und Unterstützungs- und Hilfeangebote für Kinder, Eltern und Fachkräfte transparent machen.
Pressemeldung zur Aktionswoche

Wir sind dabei

Das Kinderschutz-Zentrum der Geschwister-Gummi-Stiftung klärt mit Aktionen in Schulen und Kindertagesstätten auf.
Zusätzlich bieten wir für alle Interessieren einen Beratungstag an:

  • Freitag, 22.Oktober von 9:00 bis 14:00
    Schießgraben 7, 95326 Kulmbach

     

 

Videos zum Thema

Informationen zur Kampagne

Das Thema der Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder ist eines von vielen wichtigen Themen in der Arbeit der regionalen Kinderschutz-Zentren. Aus der Kinderschutz-Praxis wissen wir, dass die Auswirkungen von Partnerschaftsgewalt auf Kinder und Jugendliche sehr unterschiedlich sein können, oftmals reagieren sie jedoch mit Ängsten und Unsicherheiten auf die Konflikte. Partnerschaftsgewalt kann Kinder nachhaltig schädigen, wobei die Spätfolgen von Beziehungs- und Bindungsstörungen, sozialer Isolation, Depressionen bis hin zu Essstörungen und (exzessivem) Alkohol- und Drogenkonsum reichen können. 

Mit unserer Kampagne möchten wir gezielt Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren erreichen. Jugendliche greifen schon einmal eher zum Hörer oder informieren sich im Netz über Hilfeangebote, bewegen sich in Chaträumen zum Austausch. Jüngere Kinder hingegen bleiben mit ihren Sorgen und Ängsten meist alleine zurück. Besonders wichtig ist es deshalb auch, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie andere Fachkräfte aus dem Schulwesen für das Thema zu sensibilisieren und ihre besondere Funktion als Vertrauenspersonen hervorzuheben.

Die Kampagne soll sensibilisieren und enttabuisieren

Damit Familien und Kinder Hilfeangebote in Anspruch nehmen, muss das Thema gesamtgesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit erhalten, und es muss in den Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise in der Schule, für das Thema sensibilisiert und dieses gleichermaßen enttabuisiert werden.

Ziel der Kampagne soll es sein:

  • Kinder, Eltern und Fachkräfte für das Thema zu sensibilisieren
  • Kinder zu ermutigen, sich mit ihren Sorgen und Ängsten an eine Vertrauensperson zu wenden,
  • Lehrerinnen und Lehrer und andere Fachkräfte im Schulwesen zu motivieren, das Thema in die Klassenverbände/Übermittagsbetreuungen zu tragen
  • Beratungs- und Interventionsstellen in den Fokus zu rücken und betroffene Familien bestärken, sich u.a. bei den Kinderschutz-Zentren und anderen Beratungsstellen aktiv Hilfe zu holen
  • Ein klares Zeichen gegen Gewalt zu setzen
  • Kinder und Jugendlichen in ihrem Recht zu stärken, den Anspruch auf Beratung und Unterstützung wahrzunehmen

Aktionen der regionalen Kinderschutz-Zentren

Damit dies gelingen kann, werden die regionalen Kinderschutz-Zentren Aktionen zum Thema anbieten. Es sind beispielsweise Infoveranstaltungen in Kitas und Schulen geplant und Gruppenangebote für Kinder nach Gewalterfahrungen. Auch in Kooperation mit Frauenberatungsstellen wird es Angebote zum Kampagnenthema geben. Über unsere Social Media Kanäle werden wir dann über die Aktionen der Zentren berichten, Informationen zum Thema teilen und Hilfeangebote transparent machen.

Darüber hinaus startet pünktlich zum Kampagnenauftakt die Podcast-Reihe zum Thema. Hier sollen verschiedene Aspekte näher beleuchtet werden und Expertinnen und Experten mit ihren Erfahrungen und ihrem Fachwissen zu Wort kommen. 

Unter dem Hashtag #hörtauf soll zum Thema Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder aufmerksam gemacht werden. Die Hashtag-Aktion möchte für das Thema sensibilisieren und soll als digitale Austausch- und Diskussionsplattform genutzt werden. Unter #hörtauf werden wir auch Fachartikel und andere informative Beiträge sowie Unterstützungs- und Hilfeangebote für Kinder, Eltern und auch Fachkräfte teilen.