Weihnachten in den Kinderwohngruppen

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So feiert das "Kinderhaus Sternstunden"

Autorin: Katharina Schott

Alle Jahre wieder ist der 24. Dezember ein Highlight für viele Kinder. So fiebern auch die vierzehn Mädchen und Jungen der beiden traumapädagogischen Wohngruppen des „Kinderhaus Sternstunden“, das zum Zentrum Familie und Erziehung der Geschwister-Gummi- Stiftung gehört, dem Heiligabend entgegen. „Am meisten freue ich mich natürlich darauf die Geschenke auszupacken und den Baum zu schmücken.“, so die neunjährige Clara, die bereits seit fünf Jahren im „Kinderhaus Sternstunden“ lebt. Clara hat schlimme traumatisierende Erfahrungen in ihrer Herkunftsfamilie erlebt. „Unsere Arbeit basiert auf dem Grundstein einen sicheren Ort für die Kinder in der Wohngruppe zu schaffen. Hier dürfen Kinder wie Clara sein wie sie sind und sich in einem geschützten Rahmen entwickeln“, so Katharina Schott (Mitarbeiterin der Wohngruppe).

Dazu beschreibt Linda Will (Mitarbeiterin der Wohngruppe), dass vor allem die Weihnachtszeit die Kinder oftmals vor emotionale Herausforderungen stellt, da sie nicht, wie beispielsweise ihre Klassenkamerad*innen, zuhause mit der Familie feiern können. Die Sehnsucht nach einer heilen Familie nimmt gerade in der Weihnachtszeit noch einmal mehr zu. Hinzu kommt dann noch die Aufregung, ob am Heiligabend auch wirklich die Geschenke unter dem Baum liegen, die den individuellen Wünschen des Kindes entsprechen. „Die Wunschzettelaktion, die die Geschwister-Gummi Stiftung jährlich für den stationären und ambulanten Bereich veranstaltet, ist in vielerlei Hinsicht eine tolle Sache, um den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen.“ so Stefanie Schmidt (Mitarbeiterin der Wohngruppe).

Neben der Gestaltung der Wunschzettel bereitet auch das Plätzchenbacken und das Singen von Weihnachtsliedern sowohl den Kindern, als auch den Mitarbeitenden viel Freude und stimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Die selbstgestaltete Dekoration regt bei den Kindern zum einen die Kreativität an und fördert gleichzeitig die motorischen Fähigkeiten. Zudem schaffen die vielen verschiedenen Leuchtelemente sowie die bunt dekorierten Fenster Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Das Buch „Rica und die Waldweihnacht“ begleitet die Kinder, ähnlich wie der selbstgebastelte Adventskalender, durch die gesamte Adventszeit und veranschaulicht durch ein beigefügtes Fensterbild Tag für Tag die Geburt Jesu Christi.

Da der religiöse Aspekt in der pädagogischen Arbeit auch auf den traumapädagogischen Wohngruppen mitschwingt, ist dieses Jahr an Heiligabend der Besuch eines Kindergottesdienstes geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie war dies in den letzten zwei Jahren so nicht möglich. In der Zwischenzeit bereitet ein Mitarbeitender das Wohnzimmer vor und legt die Geschenke unter den schön geschmückten Weihnachtsbaum. So findet direkt nach dem Gottesdienst die Bescherung statt. Ein gemütliches Abendessen und das Aufbauen und Bespielen der Geschenke runden den Heiligabend auf der Kinderwohngruppe ab.

„Die Freude und Dankbarkeit, die sich in den leuchtenden Augen der Kinder widerspiegelt, zeigt uns gerade an Tagen wie Weihnachten, dass die Arbeit mit ihnen in vielerlei Hinsicht auch persönlich bereichernd ist“, fasst Katharina Schott abschließend zusammen.

Weitere Informationen unter gummi-stiftung.de/familie-erziehung

Foto von  Anastasia  Shuraeva

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