Drei abwechslungsreiche Tage erlebten die beiden Gummisprecherinnen der Geschwister-Gummi-Stiftung gemeinsam mit der Erzieherin Janine Redwitz beim 14. IPSHEIM (Initiative PartizipationsStrukturen in der Heimerziehung) auf Burg Feuerstein in Ebermannstadt. Als gewählte Vertreterinnen der Wohngruppen engagieren sie sich für die Interessen und Anliegen der dort lebenden Kinder und Jugendlichen.
Die landesweite Fachtagung brachte junge Menschen aus Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie Fachkräfte aus ganz Bayern zusammen. Eingeladen hatte der Landesheimrat Bayern des Bayerischen Landesjugendamts. Ziel der Veranstaltung ist es, Beteiligung und Mitbestimmung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und jungen Menschen eine Plattform für Austausch und Vernetzung zu bieten.
Der Landesheimrat Bayern ist weit mehr als ein Zusammenschluss von Einrichtungs- und Gruppensprecherinnen und -sprechern. Er vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen aus stationären Einrichtungen auf Landesebene und bringt deren Anliegen in sozialpolitische Diskussionen ein. Unterstützt wird er durch das Bayerische Landesjugendamt. An den Tagungen nehmen zudem regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter von Jugendämtern, Heimaufsicht und Sozialpolitik teil.
Auf dem Programm standen Workshops, Gesprächsrunden, gemeinsame Freizeitangebote und zahlreiche Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen. Die jungen Menschen beschäftigten sich mit Themen, die ihren Alltag in den Wohngruppen betreffen, und diskutierten darüber, wie Beteiligung und Mitbestimmung weiter gestärkt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung war die Beteiligung bei Neueinzügen in Wohngruppen. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie junge Menschen bei solchen Veränderungen besser eingebunden werden können.
Die Gummisprecherinnen nutzten IPSHEIM, um eigene Erfahrungen einzubringen, neue Perspektiven kennenzulernen und Impulse für ihre Wohngruppen mitzunehmen.
Die Geschwister-Gummi-Stiftung freut sich über das Engagement ihrer Gummisprecherinnen und fördert die aktive Beteiligung junger Menschen in ihren Einrichtungen. Denn echte Partizipation lebt davon, dass Kinder und Jugendliche ihre Meinung einbringen, Verantwortung übernehmen und ihr Lebensumfeld mitgestalten können.
Die Geschwister-Gummi-Stiftung ist ein führender Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Diakonie Verbund Kulmbach. Sie begleitet Kinder und Familien sowohl ambulant als auch stationär. Im Fokus stehen die Verarbeitung belastender Erfahrungen, ein wertschätzendes Umfeld sowie die Entwicklung neuer Zukunftsperspektiven – stets orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen. Die Geschwister-Gummi-Stiftung betreut aktuell in 9 Wohngruppen 70 Kinder und Jugendliche.
Foto: „Gummisprecherinnen“ vor der Burg Feuerstein

