Gemeinsam Wege finden

Diakonie-Herbstsammlung für die Ambulante Hilfen zur Erziehung

Die Herbstsammlung der Diakonie Bayern vom 11. bis 17. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Wege finden“ und widmet sich den Ambulanten Hilfen zur Erziehung in der Kinder- und Jugendhilfe.

Die Familie ist für ein Kind kaum zu ersetzen – das gilt in guten, aber auch in schwierigen Zeiten. Wenn die Krisen jedoch zu übermächtig und alleine nicht mehr lösbar sind, können die ambulanten Hilfen zur Erziehung die Familien unterstützen. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen: Die Erziehungsbeistandschaft unterstützt überwiegend Kinder ab dem Grundschulalter, Jugendliche und junge Volljährige bei Entwicklungsproblemen unter Einbezug des sozialen Umfeldes und stärkt diese bei der Verselbständigung.

Wenn Eltern dann nicht mehr den richtigen Zugang zu ihren Kindern finden, unterstützt diese die Sozialpädagogische Familienhilfe durch eine enge Betreuung und Begleitung in ihrer Erziehungsverantwortung und befähigt sie dazu, Alltagsprobleme, Konflikte und Krisen besser zu bewältigen. Für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren arbeitet die Geschwister-Gummi-Stiftung nach dem Konzept „GeborGen“. Es verfolgt eine bindungsbasierte pädagogische Zielsetzung und unterstützt Eltern darin, zuverlässige und sichere Bindungspersonen für ihre Kinder zu sein. Zudem können Eltern eine intensivere Begleitung im Rahmen der stationären Wohnform "Eltern-Kind- Wohnen" erhalten.

Im Rahmen der Umgangsbegleitung erfahren getrennt lebende Elternteile Hilfestellung bei der Organisation sicherer und verlässlicher Rahmenbedingungen.

Ergänzende Maßnahmen sind die Gruppenangebote: In der Sozialen Gruppenarbeit werden Kinder oder Jugendliche mit ähnlichen Erfahrungen gemeinsam unterstützt und gefördert. Die DoMiNo-Selbsthilfegruppe für Kinder psychisch kranker Eltern leistet zusätzliche wichtige Aufklärung und Sensibilisierung für ein Thema, das in der Gesellschaft oft als Tabuthema gilt.

Die Ambulanten Hilfen in Deutschland haben sich seit der Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes vor über 30 Jahren mehr als verdreifacht, ihr Bedarf ist groß. „Nur, wenn alle Familienmitglieder, das heißt Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte, mitarbeiten und gemeinsam neue Wege finden, kann die jeweilige Krise bewältigt werden“, betont Andrea Krüger, Leitung der „Ambulanten Hilfen“ der Geschwister-Gummi-Stiftung.

Spendenkonto der Geschwister-Gummi-Stiftung

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Verwendungszweck: Spende Diakonie H2021